Archiv der Kategorie: Luftschadstoffe

Der „Mobilitätsminister“ist wieder in Berlin…

…die Verkehrsbelastung in Hösbach bleibt. Keine Antwort auf die Frage, wo 100.000 A3- Kraftfahrzeuge im Bedarfsumleitungsfall fahren sollen, keine Antwort wie die Lärm- und Schadstoffbelastung der Anwohner erträglicher gestaltet werden könnte, keine Antwort auf die Frage, wie noch 40% mehr Lkw bis zum Jahr 2030 verkraftet werden sollen. Klargestellt wurde nur, dass es keine Einschränkungen für den Kfz- Verkehr geben soll.

Hier zum Nachhören:

Quelle:Sendebeitrag Bayerischer Rundfunk Bayern 1 vom 17.7.2019
Quelle:Sendebeitrag Bayerischer Rundfunk Bayern 2 vom 17.7.2019

Offener Brief zum TOP 7 der Sitzung vom 06.06.2019 des Marktgemeinderates

Ein Tagesordnungspunkt, der es in sich hatte! Bereits 2017 wurde ein Grundsatzbeschluß über die Umsetzung des Baulandmodells und die damit verbundene Entwicklung von Neubaugebieten in Hösbach und seinen Ortsteilen gefasst. Die Verwaltung hatte in Ihrer aktuellen Beschlussvorlage abweichend vom Grundsatzbeschluss die Notwendigkeit der zeitgleichen Weiterentwicklung der beiden Gebiete in Hösbach vorgesehen. Darüber gab es von einem Marktgemeinderat heftige Gegenwehr, der darin nun plötzlich eine Ungleichbehandlung und Benachteiligung der Ortsteile sah. Dies wurde vom Rest so nicht gesehen und nach einer emotionalen Diskussion wird trotzdem für alle Beteiligten überraschend weiterhin am Grundsatzbeschluß festgehalten! Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben – das kann in ein paar Monaten schon ganz anders aussehen …

Das Thema Verkehrsbelastung durch die neuen Baugebiete wurde nur am Rande gestreift. Das vorhandene Straßensystem muß wohl nach Meinung von Verwaltung und Marktgemeinderat diese Mehrverkehre verkraften, was wir für falsch halten und auch nicht funktionieren wird. Da beide vorgesehenen Gebiete im Norden von Hösbach-Ort liegen und ein weiteres Gebiet in Wenighösbach vorgesehen ist wird der Verkehr auf der Schubert-, Tal-, Anker und Robert-Koch-Straße in den kommenden Jahren ständig zunehmen und die bisherige Ampelschaltung an der Einmündung zur Hauptstraße für noch mehr Lärm und Gestank sorgen! Hier ist der Link zu unserem „Offenen Brief“ zum Thema!!

Neuer Feinstaubsensor

Seit Anfang Februar gibt es einen weiteren Feinstaubsensor in Hösbach im Bereich Mühlstraße/Spessartstraße. Damit gibt es neben den Standorten an der Hauptstraße und in der Kirchenstraße nun eine 4. Mess-Stelle. Die aktuellen Daten finden Sie in der Luftdaten.info-Feinstaubkarte.

Die monatlichen VIH-Auswertungen finden Sie in der Rubrik Feinstaubdaten. In der Auswertung des Standorts Hösbach West sind zusätzlich die täglichen Verkehrszahlen enthalten.

Die Sensoren in der Hauptstraße sind auch in der Feinstaub-App eingetragen. In der Smartphone -Anwendung lassen sich Meßkurven und Tagesmittelwerte anzeigen. Weitere Informationen auf der Webseite des Herstellers.

Krankheitslasten aufgrund von Stickoxidbelastung

Eine umfangreiche Studie des Umwelt-Bundesamts hat die Auswirkungen der Stickoxid-Belastung auf die menschliche Gesundheit untersucht.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Krankheiten wie Asthma, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Diabetes Typ2  durch Stickoxide in der Luft verursacht werden können und für viele vorzeitige Todesfälle verantwortlich sind. Dabei wurde nur die Auswirkung der Hintergrundbelastung untersucht. Verkehrsnahe Belastungen, wie z.B. in Hösbach mit höheren NOx -Konzentrationen wurden nicht berücksichtigt.

Nach der letzten amtlichen Kurzzeit-NOx -Messung in Hösbach vor 10 Jahren wurde eine Konzentration von 57 µg NOx ermittelt. Der Wert liegt deutlich über dem zulässigen Jahres mittel-Grenzwert von 40 µg.

Die Luftreinhaltepolitik der Regierung von Unterfranken beruht seither darauf, sicherheitshalber keine Messungen durchzuführen und auf dem Prinzip Hoffnung, dass alles von selbst irgendeinmal besser wird. Einen konkreten Plan zur Luftreinhaltung gibt es nach wie vor nicht.

Der Markt Hösbach und die Immissionsschutzabteilung des Landratsamts Aschaffenburg hat zu diesem Thema keine Meinung.

Dicke Luft in Hösbach

Im kürzesten Monat des Jahres gab es seit Beginn unserer Feinstaubmessungen die bisher meisten Überschreitungen des Feinstaub-Tagesmittel-Grenzwerts. Am Messpunkt Hösbach West gab es im Februar 8 Überschreitungen des Grenzwerts für das Tagesmittel von 50µg/m³. Seit Beginn unserer Messungen im September vergangenen Jahres sind es hier nun schon 13 Überschreitungen. Nach der Bundesimmissions-Schutzverordnung sind 35 Überschreitungen im Jahr erlaubt. Die Verkehrsbelastung ist aufgrund der Baustelle in diesem Bereich deutlich reduziert.

Am Messpunkt Hösbach Friedhof gab es im Februar 4 Überschreitungen und seit Messbeginn Anfang des Jahres damit bisher 5 Überschreitungen.

Vergleichbare amtliche Messdaten in der Region gibt es nicht, da das Landesamt für Umwelt die bisherige Verteilung der Messstationen in Bayern für ausreichend hält und nach Auskunft den gesetzlichen Vorgaben entspricht. In den Messstationen Aschaffenburg und Kleinwallstadt werden keine Feinstaubwerte gemessen.

Neuer Service: VIH Feinstaubalarm

Da in den vergangenen Tagen nun doch öfters die PM10-Tagesgrenzwerte von 50 µg/m³ an den Hösbacher Messstationen überschritten wurden, bietet die Verkehrs-Inititive Hösbach nun einen Whatsapp-Service an, durch den Sie zeitnah bei Überschreitungen informiert werden.

Wie funktioniert’s?

Senden Sie eine Whatsapp -Nachricht an die Mobilnummer 0159 08463424 mit dem Inhalt: VIH-Feinstaubalarm-Gruppe beitreten.

Wenn Sie die Gruppe wieder verlassen wollen: VIH-Feinstaubalarm-Gruppe verlassen.

Feinstaubalarm in Hösbach

Seit einigen Tagen messen wir mit unseren Feinstaubmess-Stationen deutlich erhöhte Feinstaubwerte. Sowohl die Station am westlichen Ortseingang als auch die Station Friedhof zeigen PM 10 -Werte über 100µg/m³ an. Der Tagesmittelwert darf an 35 Tagen im Jahr nicht höher als 50µg steigen. In den vergangenen Monaten gab es bereits einige Überschreitungen, wie unsere Monatsauswertungen und unser Feinstaubarchiv zeigen.

Leider ist kein Vergleich mit den amtlichen Messtationen möglich, da es weder in Aschaffenburg noch in Kleinwallstadt Messwerte gibt. Nach dem Motto des bayerischen Umweltministeriums: Keine Messwerte = Saubere Luft

 

 

Novum in der Rechtsgeschichte

Als Unding bezeichnete es die Richterin, dass eine Landesbehörde erst durch wiederholte Anwendung von Zwangsmaßnahmen zur Einhaltung von Verwaltungsgerichtsurteilen gezwungen werden muss.

Das bayerische Verwaltungsgericht hat heute erneut ein Zwangsgeld von 4000€ gegen den Freistaat Bayern festgesetzt. Bei weiterer Pflichtverletzung droht der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf möglicherweise doch noch eine Zwangshaft, die das Gericht heute abgelehnt hat.

Hier die Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe.