Hösbacher Nachrichten 30.01.2020

Nicht von Radschnellwegen träumen
„einfach Radfahren“

Dazu gibt es Gelegenheit bei den „Critical Mass“– Aktionen, immer am letzten Freitag im Monat z.B. morgen am Freitag den 31.01.2020 um 19.00 in Aschaffenburg Treffpunkt: Theaterplatz!
„Die Verkehrs-Initiative Hösbach ist nicht der Veranstalter dieser Aktionen. Dieser Bericht dient nur der Information und ist kein Aufruf, darf aber gerne weitergeleitet werden.“

Critical Mass!?

Eine Critical Mass versteht sich zwar nicht als Demonstration und führt in der Regel keine politischen Forderungen, allerdings lässt sich kaum in Abrede stellen, dass bis zu mehrere tausend Radfahrer*innen zusammen ein eindrucksvolles Statement abgeben. Ursprünglich war die Intention, auf die Belange des Radverkehrs aufmerksam zu machen, die in der autogerechten Stadt meistens kaum Beachtung fanden.
In fast jeder großen Stadt treffen sich am letzten Freitag im Monat Radfahrer zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Sei mit dabei und schau dir an, was es alles zu entdecken gibt. Im Prinzip ist eine Critical Mass eine Art Fahrradtour, die in der Regel jeweils am letzten Freitag im Monat stattfindet. In einigen Städten treffen sich ein paar Dutzend Radfahrer*innen zu einer solchen Tour, in anderen Städten wiederum mehrere Tausend.

Hösbacher Nachrichten 23.01.2020

Radwegekonzept gemeinsam entwickeln!
Unter die Lupe nehmen wollen Goldbach und Hösbachzusammen und grenzüberschreitend den Radverkehr in den beiden Gemeinden, so im Main Echo der letzten Woche zu lesen. Das Konzept soll nicht nur Lücken und Mängel im Radwegenetz aufzeigen, sondern auch einen Focus auf sofort umsetzbare Maßnahmen werfen, sowie einen auf zehn bis 15 Jahre angelegten Kosten – und Umsetzungsplan enthalten. Hierfür soll das Darmstädter Büro VAR+ beauftragt werden.

7 gute Argumente für den Radverkehr!
Radverkehr…

  • Braucht weniger Fläche als motorisierte Fahrzeuge!
  • Macht fast keinen Lärm!
  • Verursacht keine Luftschadstoffe!
  • Verursacht keine Treibhausgasemissionen!
  • Hält fit und gesund!
  • Verursacht selten schwere Unfälle anderer Verkehrsteilnehmer!
  • Ist kostengünstig – für die Verkehrsteilnehmer und die Verkehrsinfrastruktur!

Das Radfahren ist die Antwort auf einige Probleme:
Auf die Klimakrise, schlechte Luft, Verkehrssicherheit und Lebensqualität in deutschen Städten. Rund 350 kg CO2 Emissionen kann jeder jährlich sparen, wenn man sich bei einer Wegstrecke von 5 km auf den Sattel schwingt und das Auto stehen lässt. (Quelle: Deutsche Umwelthilfe)

Hösbacher Nachrichten 16.01.2020

Dicke Luft zu Silvester, auch in Hösbach!

Auch in Hösbach war an Silvester dicke Luft! Die Feinstaubbelastung lag mit bis zu 80µg/m³ 3- bis 4-mal so hoch wie an normalen Tagen im Dezember. Auch am 5. und 6. Dezember gab es stark erhöhte Werte.
Tabellen mit den Tagesmittelwerten pro Monat von unseren Messstationen in der Hauptstraße am westlichen Ortseingang (zusätzlich mit Verkehrszahlen), Hauptstraße Höhe Friedhof und Höhe Kirchenstraße, finden Sie auf unserer Webseite in der Rubrik„Fakten-Feinstaubdaten“!

Hessen investiert in Straßenbau!

Laut einem Bericht im Main Echo vom Freitag 10. Januar will Hessen in diesem Jahr die Rekordsumme von über 1 Milliarde Euro in den Straßenbau (Erhalt, Ausbau und Brücken) stecken. Hauptsächlich soll in den „Erhalt“ von Autobahnen und Landstraßen investiert werden, weil in den letzten Jahrzehnten zu wenig dafür getan wurde.
Leider bleibt für den Ausbau des Radwegenetzes ein Betrag von nur 8 Millionen Euro übrig. Soviel zu dem Interesse an einer echten Energie- bzw. Mobilitätwende, obwohl in Hessen einige Verbände für eine Stärkung des Radverkehrs kämpfen.

Nicht von Radschnellwegen träumen

„einfach Radfahren“


Dazu gibt es Gelegenheit bei den „Critical Mass“– Aktionen, immer am letzten Freitag im Monat z.B. am Freitag den 31.01.2020 um  19.00 in Aschaffenburg Treffpunkt: Theaterplatz!

„Die Verkehrs-Initiative Hösbach ist nicht der Veranstalter dieser Aktionen. Dieser Bericht dient nur der Information und ist kein Aufruf, darf aber gerne weitergeleitet werden.“

Critical Mass!?
Eine Critical Mass versteht sich zwar nicht als Demonstration und führt in der Regel keine politischen Forderungen, allerdings lässt sich kaum in Abrede stellen, dass bis zu mehrere tausend Radfahrer*innen zusammen ein eindrucksvolles Statement abgeben. Ursprünglich war die Intention, auf die Belange des Radverkehrs aufmerksam zu machen, die in der autogerechten Stadt meistens kaum Beachtung fanden.
In fast jeder großen Stadt treffen sich am letzten Freitag im Monat Radfahrer zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Sei mit dabei und schau dir an, was es alles zu entdecken gibt. Im Prinzip ist eine Critical Mass eine Art Fahrradtour, die in der Regel jeweils am letzten Freitag im Monat stattfindet. In einigen Städten treffen sich ein paar Dutzend Radfahrer*innen zu einer solchen Tour, in anderen Städten wiederum mehrere Tausend.

Ländliche Verkehrswende

1. Macht den öffentlichen Verkehr schnell und flexibel

2. Organisiert die Wege zu den Haltestellen

3. Schafft ein umfassendes Radwegenetz

4. Bringt Carsharing aufs Land

5. Baut kompakter und in der Nähe von Bahnstrecken

6. Lasst Autofahrer den wahren Preis zahlen

Das sind grundsätzliche Vorschläge von Verkehrsforschern wie eine Verkehrswende auf dem Land gelingen könnte. Es dürften fromme Wünsche bleiben. Mindestens der letzte Punkt wird nach den Beschlüssen des Autogipfels so schnell nicht umgesetzt werden. Vielmehr gibt es satte Prämien für Elektroautos und Erhöhungen der Pendlerpauschale.

Viele Verkehrsexperten gehen davon aus, dass das private Auto im ländlichen Bereich, Verkehrsmittel Nummer eins bleiben wird. Für Hösbach bedeutet das, dass sich auch in den nächsten Jahrzehnten die Autoschlangen aus den umgebenden ländlichen Gebieten mangels Alternativen durch die Hösbacher Hauptstraße schlängeln, zusätzlich zu dem zunehmenden Bedarfsumleitungsverkehr der A3.

Und was passiert in Hösbach?

Mit unkoordinierten Maßnahmen und Vorschlägen wursteln Verwaltung, Verkehrsbehörden und Gemeinderatsfraktionen vor sich hin. Ab März beginnt die Baustelle für den 2. Teil der Hauptstraßenerneuerung. Die Ziele des Verkehrskonzepts wurden zwar alle nicht erreicht, aber es wird munter weitergebaut. Diskussionen und Bürgerbeteiligung sind nicht mehr erwünscht, Vekehrsplaner werden nicht gebraucht oder gefragt. Der KfZ-Verkehr nimmt weiter zu, wie die Auswertung des letzten Jahres zeigen. Die Anzahl der Überschreitungen des Feinstaub-Grenzwerts für das Tagesmittel reduziert sich zwar geringfügig, im Hauptstraßenabschnitt mit der höchsten Verkehrsbelastung gibt aber immer noch 13 Überschreitungen des Tagesgrenzwerts von 50 µg/m³ im Jahr 2019. Oberstes Planungsziel sind zwischenzeitlich möglichst keine Einschränkungen für den Autoverkehr und möglichst viele Parkplätze direkt an der Straße.

Optimale Ausnutzung des öffentlichen Raums in der Schöllkrippener Straße. Die Tiefgarage ist ja schließlich mindestens 50 m entfernt!

Das neue Jahr und der Beginn des neuen Jahrzehnts bietet für die Verkehrssituation in Hösbach keinen Anlass für Zuversicht.
Die Verkehrs-Initiative wünscht dennoch allen Mitgliedern und Unterstützern ein gutes Neues Jahr.

Parkplatzdiskussion im Bauausschuss

Kontrovers wurde die Parkplatzerweiterung am Schulzentrum am Dienstag abend im Bauausschuss diskutiert. Der Vorschlag des Kreisrats wird zur Kenntnis genommen, entscheiden wird der Gemeinderat voraussichtlich Ende Januar.

Grundsätzliche Überlegungen wie die Ergebnisse langjähriger Erfahrungen aus der kommunalen Praxis der Agora Verkehrswende z.B. zu Parkraum-Management spielten kaum eine Rolle. Verfahren wird nach der in Hösbach bewährten Vewaltungsmethode: „intern beraten – intern entscheiden – verkünden – verteidigen“.

Wer die Zeit zum Lesen nicht hat, kann sich auch ein Video zu dem Thema anschauen:

Radverkehrbeauftragter im Landkreis Aschaffenburg erneut abgelehnt

Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung am Montag erneut die Einstellung eines Radverkehrsbeauftragten abgelehnt. Nach Meinung der Ratsmehrheit könne eine Person die Komplexität der Aufgaben und aufgrund der unterschiedlichen Zuständigkeiten von Kreis und Kommunen nicht abdecken. Begründen komplexe Aufgaben und unterschiedliche Zuständigkeiten nicht gerade die Notwendigkeit eines Koordinators?

Es zeigt sich einmal mehr die Rückständigkeit der Kreistagsmehrheit in Sachen zukunftsfähiger Mobilität. Wie sollen Projekte wie ein Radschnellweg nach Hanau oder ein Aschafftal-Radschnellweg umgesetzt werden? Das Gemurkse und das Verantwortungsgeschiebe der Sachgebiete Tourismus, Straßenverwaltung und Nahverkehr mit den Kreiskommunen geht weiter.

Einig waren sich die Räte hingegen bei der Entscheidung für einen weiteren Großparkplatz mit 100 Parkplätzen am Hösbacher Schulzentrum. Die verkehrlichen Prioritäten im Landkreis Aschaffenburg sind jedenfalls klar, Verkehrswende und Klimaschutz fallen mal wieder unter den Tisch.

Auftrag für Fahrradkonzept

In der gestrigen Gemeinderatssitzung hat der Marktgemeinderat den Auftrag für ein innerörtliches Fahrradkonzept an ein Darmstädter Planungsbüro erteilt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Goldbacher Gemeinderats wird es eine interkommunale Untersuchung zur Verbesserung des Fahrradverkehrs geben.

Offen ist noch, ob Bürger an dem Konzept beteiligt werden, oder ob die Kosten dafür eingespart werden sollen.

Zu hoffen ist, dass dem Fahrradkonzept mehr Erfolg beschieden ist, als dem vor 8 Jahren beschlossenen Verkehrskonzept, von dem Marktgemeinderat und Verwaltung nichts mehr wissen will. Die Fragen warum das den gesamten Verkehr umfassende Konzept gescheitert ist und alle Ziele bezüglich Verkehrsbelastung, Immissionsschutz und Fußgängerfreundlichkeit nicht erreicht wurden, bleiben nach wie vor offen.

Aus Sicht der Verkehrs-Initiative bleibt die Untersuchung von Teilbereichen des Mobilitätssektors nur Stückwerk und dient vorwiegend zur Ablenkung vom Hauptproblem des zunehmenden KFZ-Verkehrs, ob fossil oder elektrisch.

Informationsveranstaltung Verkehrsentwicklung Aschaffenburg

Am 25.11.2019 fand in der Stadthalle eine Informationsveranstaltung zur künftigen Verkehrsentwicklung in Aschaffenburg statt. Im Gegensatz zur Situation in Hösbach ist Bürgermeister und Stadtrat in Aschaffenburg an einem Dialog mit den Bürgern interessiert und legt Wert auf eine gute Prozessqualität. Alle Konzepte und Unterlagen zur Planung werden digital bereitgestellt. Es gibt eine Plattform auf der Bürger ihre Meinung zu den vorgestellten Konzepten äußern können.

Auf der Veranstaltung gab es viele kontroverse Meinungsäußerungen und welche Variante schlussendlich realisiert wird steht noch lange nicht fest. Sicher scheint aber zu sein, dass innerhalb des Rings Tempo 30 eingeführt wird. Behördliche Bedenken, dass dies wegen der überörtlichen Bedeutung der innerstädtischen Hauptachsen nicht geht, gibt es offensichtlich hier nicht. Die B26 kann verlegt werden, und behördliche Blockaden wegen der A3 Bedarfsumleitung scheint es hier nicht zu geben.

Allerdings drehten sich Diskussionsbeiträge vieler Bedenkenträger vorwiegend um die Flüssigkeit des Autoverkehrs. Die Anschlüsse zu möglichen Radschnellwegen ins Aschafftal oder nach Hanau kamen leider nicht zur Sprache.

Bürgerversammlung

In der gestrigen Bürgerversammlung wurde unter anderem die Ausführungsplanung für den 2. Bauabschnitt der Hauptstraße vorgestellt. Gegenüber der Entwurfsplanung gab es keine wesentlichen Änderungen. Die Bauzeit ist von März 2020 bis 2023 geplant. Die Umleitungsstrecke erfolgt über die Daimlerstraße, das Schulzentrum und die Schöllkrippener Straße. In diesem Bereich ist ein beidseitiges Halteverbot, aber nicht überall eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h geplant. Der Umleitungsverkehr kann also fließen.

Weiterhin gab es bezüglich der Verkehrsproblematik keine wesentlich neuen Erkenntnisse. Das beschlossene Nahmobilitätskonzept wurde erwähnt, nähere Erläuterungen dazu gab es nicht. Die Verkehrs-Initiative hat 2 Anträge zur Versammlung gestellt. Das neue Gutachten des Staatlichen Bauamts, der Autobahndirektion und der Regierung von Unterfranken soll sich vorwiegend mit der Flüssigkeit des A3 Verkehrs beschäftigen. Der Ortsverkehr in Hösbach soll hierin keine Rolle spielen. Zum Thema Lichtsignalanlage Robert-Kochstraße gibt es weitere Ortstermine. Probleme mit der Fußgängersicherheit wurden von Zuhörern geschildert.

Freizeit, Sport und Spiel

Unter dieser Rubrik wurde die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg im Aschafftal vorgestellt. Die Kosten von ca. 10 Mio€ für die Verbesserung des Hösbacher Freizeit- und Sportangebots sind allerdings erheblich. Die Verkehrs-Initiative hatte dieses Projekt eigentlich als mögliche Maßnahme zu Verlagerung des individuellen KfZ-Verkehrs gesehen, das im Rahmen eines neuen Mobilitätskonzepts von den Straßenbaubehörden untersucht werden sollte. Dazu liegt seit einigen Monaten auch eine Stellungnahme der VIH vor.

So blieb bei den Hösbacher Bürgern, die sich um eine Verkehrswende Gedanken machen, doch sehr viel Ernüchterung übrig.